zur Übersicht von Erfolgsfaktor 1

 

1.2.4 Der optimale Start: Erfolgsrezepte für den ersten Lehrtag

„Der Einstieg in das Berufsleben mit der Entscheidung für eine Lehre bedeutet Abschied vom bisherigen Schulalltag und zum Teil auch vom geschützten familiären Umfeld. Diesen Schritt sensibel zu begleiten ist uns ein Anliegen.“ (Johannes Ouschan, Geschäftsführer der Dorfinstallationstechnik GmbH).

Der erste Lehrtag steht hier als Synonym für den gelungenen Einstieg in die Ausbildung. Die Fit for Future Teilnehmer sind sich einig: Für einen guten Start der Lehrlinge sollte man nicht auf Selbstverständliches vergessen: Die Kollegen sind auf das Kommen der Lehrlinge vorzubereiten, die Arbeitsplätze sind einzurichten und das „Programm“ für den ersten Tag ist gut zu überlegen: Dass in größeren Unternehmen die neuen Lehrlinge auch vom Geschäftsführer oder Abteilungsleiter begrüßt werden, zeigt die Wertschätzung, die man ihnen entgegen bringt. Berührungsängste abbauen und Vertrauen schaffen lautet die Devise!

Und auch hier gilt: Ein strukturierter Ablauf hilft sowohl den Lehrlingen als auch den Ausbildern.


STRUKTURIERTER ABLAUF – CHECKLISTE FÜR DEN ERSTEN LEHRTAG

Ein kurzer Plan für den ersten Tag, der den Lehrlingen öfters schon mit der Zusage der Lehrstelle übergeben wird, gibt ihnen eine gute Orientierungshilfe und erleichtert den Start. Auch der Ausbilder, der die Lehrlinge in das Unternehmen einführt, hat es leichter, wenn er sich an vorgegebene Strukturen halten kann – gleich, ob es sich dabei um eine Checkliste (wie zB bei SPAR --> 1.3.7) handelt oder um detaillierte Zeitpläne wie bei vielen anderen Fit for Future Teilnehmern. Ergänzend werden häufig beim Start Ausbildungsmappen übergeben, die auch alle relevanten Informationen über das Unternehmen, Ansprechpartner, Ausbildungspläne und dergleichen enthalten.


EINSTIEGSSEMINAR

Zahlreiche Unternehmen wie zB die Wolford AG (Fit for Future Preisträger 2001) führen ihre neuen Lehrlinge über ein Einstiegsseminar an das Unternehmen und den betrieblichen Alltag heran. Dadurch erfahren die neuen Lehrlinge erst einmal alles Wichtige und Wissenswerte über das Unternehmen und lernen sich untereinander und die Ausbilder kennen.


TEAMBUILDING

Eine Möglichkeit, den Einstieg in die Ausbildung innovativ zu gestalten, sind gruppendynamische Aktivitäten. Diese können aufgrund des relativ hohen organisatorischen Aufwandes und der hohen Kosten primär von Unternehmen oder Unternehmenskooperationen angeboten werden, die eine größere Zahl von Lehrlingen zum gleichen Zeitpunkt aufnehmen. Vorrangiges Ziel ist es dabei, aus Lehrlingen und Ausbildern schon bei Beginn der Lehrzeit ein Team zu formen und das Kennenlernen und Aneinander gewöhnen auf spielerische oder sportliche Weise zu gestalten.

Die Varianten reichen dabei vom Outdoortraining, wie zB beim burgenländischen Metallbauunternehmen ALUSOMMER GmbH (--> 1.3.7), über ein Kennenlern-Wochenende bei Kapsch Business-Com AG (vormals Schrack BusinessCom AG) bis zu ein paar Tagen auf einer Berghütte wie bei der Intemann GmbH (Heizung – Klima – Sanitär).


INFOVERANSTALTUNG FÜR LEHRLINGE UND ELTERN

Auch durch eine Infoveranstaltung, am besten für Eltern und Lehrlinge gemeinsam, kann der Lehrbetrieb nochmals signalisieren, wie wichtig ihm seine neuen Lehrlinge sind. Berührungsängste können dabei in lockerer Atmosphäre abgebaut und ein guter Kontakt zu den Eltern hergestellt werden.