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Erfolgskontrolle und Feedback: |
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Erfolgreich und konstruktiv rückmelden |
Die fundierte und umfassende Ausbildung
und die begleitenden Maßnahmen (Erfolgskontrolle) sollen gewährleisten,
dass der Lehrling am Ende der Lehrzeit ein vollwertiger Mitarbeiter
für unser Unternehmen ist, der in jeder Abteilung eingesetzt
werden kann. (aus der Fit for Future Einsendung
der UNION & Bank Austria Creditanstalt
Versicherung AG, vormals CA-Versicherung AG)
Wie viele andere Einsendungen zum Wettbewerb Fit
for Future zeigt auch das Beispiel der UNION & Bank Austria
Creditanstalt Versicherung AG, dass österreichische Lehrbetriebe
Lernerfolgskontrolle und richtig Rückmeldung geben als wichtige
Erfolgskriterien in der Lehrlingsausbildung sehen.
Österreichs Betriebe tun sehr viel, um ihre
Ausbilder auch diesbezüglich zu Profis zu machen. Dabei zeigen
sie ihren Lehrlingen auch, dass Beurteilung nichts Negatives ist,
sondern eine Chance, sich selbst weiterzuentwickeln und den richtigen
Weg zu finden. Indem Lehrlinge Rückmeldung über ihre Leistungen
erhalten, können aber auch Schlüsselqualifikationen wie
zB Selbstreflexion und der Umgang mit Kritik trainiert werden. Die
amhäufigsten verwendeten Feedback-Methoden sind dabei Ausbildungsmappen,
Mitarbeiter- und Feedbackgespräche sowie Orientierungs- und
Karrieregespräche.
AUSBILDUNGSMAPPEN UND AUSBILDUNGSTAGEBÜCHER
Beurteilung muss nicht immer von anderen kommen.
Viel früher als in der Schule hat man in der Lehre die Bedeutung
der Selbstbeurteilung erkannt. Zu diesem Zweck führen Lehrlinge
entweder eine Mappe oder ein Buch, in das sie regelmäßig
eintragen, was gelernt wurde. Besonders gut werden Ausbildungsmappen
von den Jugendlichen angenommen, wenn sie nicht mehr handschriftlich
geführt werden müssen. Deshalb hat zB die Firma
OBI ein elektronisches Lernprotokoll eingerichtet, das bei
den Lehrlingen wesentlich besser ankommt.
MITEINANDER REDEN: MITARBEITER- UND FEEDBACKGESPRÄCHE
Mitarbeiter- oder Feedbackgespräche werden von vielen österreichischen Lehrbetrieben, wie zB der
Eurogast Sinnesberger GmbH (Gastronomie-Zustellgroßhandel), der XXXLutz GmbH oder REHAU
Polymer Industrie GmbH (Systemhersteller) eingesetzt. Die Pollmann Austria OHG (Metall- und
Kunststoffverarbeitung) veranstaltet zB so genannte Lehrlingsgesprächsrunden, bei denen es darum
geht, die Rollensichtweise von Lehrlingen und Mitarbeitern auszutauschen und herauszufinden,
wie sie einander sehen.
Wie oft Gespräche mit den Lehrlingen stattfinden, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Bei der Lagermax Lagerhaus und Speditions AG werden zB halbjährlich ausführliche Feedbackgespräche
geführt, Unternehmen wie Starlinger und Co GmbH (Maschinenherstellung) oder Goodyear Dunlop Tires Austria GmbH führen Beurteilungsgespräche jeweils vor dem Wechsel in eine andere Abteilung
durch. Bei der Collini GmbH erhalten die Lehrlinge jeden Freitag Ausbildungsfeedback.
Als Leitfaden für das Gespräch werden
meist separate Frage- und Beurteilungsbögen in Form von Checklisten
verwendet. Ein besonders gelungenes Beispiel für eine Checkliste
ist jene der Firma SPAR Österreichische Warenhandels-AG
(--> 2.3.3).
Die Checkliste ist aber meist nur Grundlage und Ausgangspunkt für das Mitarbeitergespräch. Im
Gespräch selbst werden mit dem Lehrling gemeinsam die neuen Ziele und der weitere Verlauf der
Ausbildung vereinbart. Wichtig ist, dass die Lehrlinge auch ihren eigenen Standpunkt und ihre persönlichen
Vorstellungen mitteilen können. Das hebt die Motivation und auch die Akzeptanz neuer
Zielvereinbarungen.
Hinweis: Tipps für „Erfolgreich Feedback
geben“ --> 2.3.5
RÜCKMELDUNG DER LEHRLINGE: DAS BESTE
FEEDBACK FÜR DEN BETRIEB
Um auch Feedback von den Lehrlingen zu erhalten,
führen viele Lehrbetriebe , wie zB die Richter Pharma
AG (--> 2.3.3) in regelmäßigen Abständen
Befragungen zur Zufriedenheit ihrer Lehrlinge mit der Ausbildung
durch.
EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT: DAS ORIENTIERUNGS-
UND KARRIEREGESPRÄCH
Die Lehre wird in Österreichs Betrieben als gutes Fundament einer erfolgreichen Berufslaufbahn gesehen.
Bereits während der Lehre sollte aber überlegt werden, wie auf diesem Fundament weiter
gebaut werden kann. Viele Unternehmen führen dazu Orientierungs- bzw. Karrieregespräche durch.
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