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3.2.4 Immer brauchbar: Berufsübergreifende Fachausbildungen

Neben Schlüsselqualifikationen und berufsspezifischem Fachwissen fördern Österreichs Lehrbetriebe auch den Erwerb solcher Fachqualifikationen, die nicht unmittelbar mit dem eigentlichen Beruf zu tun haben. Hier einige Beispiele:


EDV, ECDL UND EBDL

Fundierte IKT-Anwenderkenntnisse sind heute unabdingbar. Eine ganze Reihe von Unternehmen wie zB SPAR Österreichische Warenhandels-AG bieten Lehrlingen deshalb zusätzliche EDV-Ausbildungen.

Häufig wird von den Betrieben die Ablegung des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) gefördert. Viele Fit for Future Unternehmen (zB Kraft Foods, Treibacher und Collini) bereiten ihre Lehrlinge auf den ECDL vor. Der Vorteil: Die Lehrlinge erhalten mit der erfolgreich bestandenen Prüfung ein international anerkanntes Zertifikat.

Neben fundierten EDV-Anwenderkenntnissen fördern viele Unternehmen den Erwerb grundlegender betriebswirtschaftlicher Kenntnisse. Eine Möglichkeit dazu (neben anderen wie zB dem Unternehmerführerschein) ist der Europäische Wirtschaftsführerschein (EBDL), den Lehrlinge der E. Hawle Armaturenwerke GmbH absolvieren.


ERSTE HILFE UND SICHERHEIT

Erste Hilfe-Grundkenntnisse sind bei vielen Lehrberufen fester Bestandteil des Berufsbildes. Zahlreiche Lehrbetriebe bieten ihren Lehrlingen aber umfassende zusätzliche Erste-Hilfe-Ausbildungen. Die Lehrlinge der E. Hawle Armaturenwerke GmbH haben zB die Möglichkeit, im Rahmen eines Wahlpflichtkurses einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. Bei Neckermann VersandÖsterreich AG werden ebenfalls zweitägige (16-Stunden) Kurse durchgeführt.

Die für den Beruf notwendigen sicherheitstechnischen Grundlagen werden in jedem Lehrberuf vermittelt. Manche Lehrbetriebe wie zB die voestalpine Krems GmbH oder die Sappi Austria Produktions-GmbH & Co KG (Papiererzeugung) gehen aber weiter und bilden die Jugendlichen zu Sicherheitsvertrauenspersonen aus. Auch in der Lehrwerkstätte der ÖBB tragen die Lehrlinge als Jugend-Sicherheits-Vertrauens-Personen (JSVP) im Rahmen des „Safety Management Projekts“ zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz bei.

Die E. Hawle Armaturenwerke GmbH vergibt für sämtliche Grund- und Zusatzschulungen so genannte Ausbildungsschecks an ihre Lehrlinge, ua. auch für den Bereich Sicherheitstechnik (--> 3.3.2).


PROJEKTMANAGEMENT

Für viele Lehrbetriebe stellt das Mitarbeiten der Jugendlichen in Projekten eine optimale Methode zur Förderung von Selbstständigkeit und Teamfähigkeit dar (--> Erfolgsfaktor 2). Aber auch Projektmanagement will gelernt sein. Unternehmen wie Philips oder die Pollmann Austria OHG (Metall- und Kunststoffverarbeitung) ermöglichen daher ihren Lehrlingen, das Um und Auf des Projektmanagements in eigenen Seminaren kennen zu lernen.


QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Mit dem Ziel, Lehrlinge aktiv am Qualitäts- und Umweltmanagement zu beteiligen, bieten viele Betriebe ihren jungen Mitarbeitern entsprechende Ausbildungen an. So können die Jugendlichen bei IKEA per Internet einen Umweltkurs absolvieren. Auch Unternehmen wie die REHAU Polymer Industrie GmbH (Systemhersteller) oder Philips bilden Lehrlinge in diesen Bereichen aus und halten Qualitätsmanagementkurse ab.