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4.2.3
Gemeinsam mehr erreichen: Kooperation in der Branche
Ausbildungskooperationen innerhalb einer oder verwandter Branchen haben in Österreich Tradition.
Erwähnt sei an dieser Stelle nur die erfolgreiche Kooperation der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M), der zB auch der Fit for Future Preisträger 2004, Hilti AG, Werk Thüringen angehört. Die Kooperationsmöglichkeiten sind vielfältig, sie reichen vom Lobbying für neue Lehrberufe über Berufsmarketing-Aktivitäten, Verbundmaßnahmen, Förderung der Berufsschulausbildung
bis hin zur gemeinsamen Ausbildung der Ausbilder.
Ähnlich lange „am Markt“ wie die V.E.M sind überbetriebliche Kooperationen im Bausektor. Die so
genannten Lehrbauhöfe sind der beste Beweis für das gemeinsame Engagement einer Branche, die
Qualität der Ausbildung und damit der Facharbeiter nachhaltig zu fördern und zu steigern.
Auf Musterbaustellen können die Nachwuchskräfte neue Materialien
und neue Arbeitstechniken kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Oft
dienen die Lehrbauhöfe auch als Trainingszentren bei der Vermittlung
von Schlüsselqualifikationen und mitunter auch als Austragungsort
für Lehrlingswett-bewerbe.
Im Rahmen der BWG Oberösterreichische Bauwirtschaftsförderungsges.m.b.H
(Einkaufs- und Dienstleistungsgesellschaft für Bauunternehmen)
wird ebenfalls ein erfolgreiches Ausbildungsverbund- Modell umgesetzt,
wie die Fit for Future Einreichung von BORTENSCHLAGER
Bauunternehmen GmbH zeigt (--> 4.3.2).
Kooperationen innerhalb einer Branche sind auch für kleine
Unternehmen interessant, die durch das Besetzen von Nischen
erfolgreich am Markt sind. Gemeinsam bieten sie Lehrlingen eine umfassende
Grundausbildung und den Erwerb spezieller Qualifikationen, wie das
Beispiel der Vorarlberger Tischlerei-Kooperation Faktor 8
GesnbR, Fit for Future Preisträger 2003, zeigt.
Für die jungen Tischler/innen bietet sich damit die Chance,
„Einblick in andere Fertigungsweisen zu gewinnen und andere
Maschinenparks kennen zu lernen“ (Siegi Lassner, Mitglied
bei Faktor 8). Darüber hinaus werden diverse Fachseminare und
Persönlichkeitsentwicklungsseminare veranstaltet, die „ländletypisch“
auf einer Berghütte stattfinden können.
Die Tischlerkooperation aus mehreren Kleinbetrieben arbeitet aber
nicht nur während der Ausbildung zusammen. Man begibt sich auch
gemeinsam auf die professionelle Suche nach Lehrlingen und bietet
gemeinsam Berufspraktische Tage an (--> Erfolgsfaktor 1). |
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