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    5.1 Das Statement
   
  Internationalisierung:
  Hinterm Horizont geht’s weiter
     
     
 
interm Horizont geht’s weiter – den meisten Lehrlingen von heute wird dieses Lied von Udo Lindenberg wohl kaum ein

Begriff sein. Dennoch ist dieser Titel für viele Unternehmen in den letzten Jahrzehnten Programm geworden: Die zunehmende Internationalisierung der Märkte und die weltweite elektronische Vernetzung haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen mit verschiedenen Muttersprachen auswirtschaftlichen Gründen miteinander in Kontakt treten. Fremdsprachenkenntnisse und inter-kulturelles Know-how sowie die Bereitschaft zur Mobilität sind daher unerlässlich geworden und zählenheute zu den Schlüsselqualifikationen der Wirtschaft. Diese werden auch und gerade von Lehrlingen erwartet, die die Arbeitswelt von morgen entscheidend mitbestimmen werden.

Die österreichische Bildungspolitik hat entspre-chend den Bedürfnissen der Wirtschaft schon früh auf den ständig steigenden Bedarf an Fachkräften mit Fremdsprachenkenntnissen reagiert. Seit 1990 ist Englisch fixer Bestandteil des Fächerkanons in Berufsschulen aller Fachrichtungen. In den Berufsschulen für Tourismusberufe ist auch Französisch Pflichtfach. Daneben werden an allen Berufsschulen regelmäßig andere Fremdsprachen im Rahmen von Freigegenständen angeboten.

Wie sehr auch die heimische Wirtschaft um die Förderung der multilingualen Kompetenz ihrer Lehrlinge bemüht ist, zeigen die zahlreichen diesbezüglichen Fit for Future Einsendungen der letzten fünf Jahre. Mit großem Engagement und Innovationsgeist wurden und werden in heimischen

 

Lehrbetrieben Schritte gesetzt, um Fremdsprachen- und interkulturelle Kenntnisse sowie die transnationale Mobilität zu fördern. Sprachkurse zählen dabei ebenso zu den angebotenen Maßnahmen wie E-Learning Kurse, Sprachbibliotheken und Sprachtrainings im Ausland. Auslandspraktika, durch die alle angestrebten Ziele gemeinsam erreicht werden können, sind beiden österreichischen Unternehmen besonders beliebt. Diesem Umstand Rechnung tragend wurde 2003 auch in der Novelle zum Berufsausbildungsgesetz die Teilnahme von Lehrlingen an internationalen Ausbildungs-programmen gesetzlich verankert. Dadurch sind Ausbildungszeiten im Ausland im Ausmaß von bis zu vier Monaten pro Lehrjahr auf die Lehrzeiten im erlernten Lehrberuf anrechenbar.

Auch in Kärnten sind die Auswirkungen der Internationalisierung durch die starke Export-orientierung der Betriebe spürbar. Als Präsident der Kärntner Wirtschaftskammer freut es mich daher sehr, dass die Kärntner Unternehmen her-vorragende Arbeit leisten, um ihre Lehrlinge fit für den globalisierten Markt zu machen. Dass sich darunter nicht nur die großen global player sbefinden, zeigt sehr eindrucksvoll das Beispiel des Kärntern Friseurstudios Elite.

Ob in Kärnten oder im übrigen Österreich – alle Lehrbetriebe tragen durch ihre Internationalisie-rungsaktivitäten nicht nur wesentlich zur guten Ausbildung unserer Jugendlichen bei, sie sichern damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich. Denn: Wächst der Export, wächst die Wirtschaft!