 |
it der Lehre erhalten fast
40 % unserer Mädchen und Burschen nach der Pflichtschule
eine berufliche Ausbildung, |
mit der sie Fit for Future
sind. Denn Österreichs Unternehmen statten die Jugendlichen
mit der für einen erfolgreichen Berufsstart erforderlichen
Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz aus. Für unsere Betriebe
ist, wie die Einsendungen zum Lehrbetriebswettbewerb Fit for
Future eindrucksvoll belegen, die Lehre aber mehr, als Jugendlichen
eine berufliche Zukunft zu schaffen. Ihnen ist die Gesundheit, Sicherheit
und Zufriedenheit jedes einzelnen Lehrlings ein großes persönliches
Anliegen.
Die Chefs oder Ausbilder haben daher stets ein offenes
Ohr für die Anliegen und Probleme der Jugendlichen,
ganz gleich ob diese im beruflichen
oder privaten Bereich liegen. Den Lehrlingen wird
dann auch mit Rat und Tat geholfen. Probleme
werden aber am besten gelöst, wenn sie noch
„Problemchen“ sind. Das betrifft natürlich auch
die Leistungen der Lehrlinge in der Berufsschule.
Als niederösterreichische Wirtschaftskammerpräsident-
in
möchte ich hier besonders das Pilotprojekt
„kostenlose Lernhilfe“ hervorheben, das von
der Wirtschaftskammer Niederösterreich initiiert
wurde und unseren Lehrlingen eine maßgeschneiderte
und kostenlose Unterstützung bei
Lernproblemen bietet.
Junge Menschen müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Es hat
sich daher noch nie gelohnt, ihnen alle Steine aus dem Weg zu räumen.
Man kann die Jugendlichen aber unterstützen, ihren eigenen
Weg zu finden und sie durch Aufklärung und Information davor
bewahren, zu viele Sackgassen einzuschlagen. Das betrifft vor allem
den Bereich der Gesundheits
förderung und Suchtgiftprävention. Hier muss man ohne
falsche Bescheidenheit sagen, dass unsere Be- |
|
triebe „Spitze“
sind. Das Engagement reicht von zahlreichen Initiativen wie Workshops
und Seminaren zur Drogenprävention bis zur tatkräftigen
Unterstützung von Lehrlingen, die bereits abhängig sind
und ihre Sucht bekämpfen wollen. Prävention bedeutet,
wie erwähnt, aber auch, das Gesundheitsbewusstsein der Lehrlinge
zu fördern. Auch dazu finden Sie im folgenden Kapitel des großen
Fit for Future Buches zahlreiche Cases of good Practice.
Dass manch jungem Menschen das Geld sehr
locker in der Brieftasche sitzt, kann leider häufig
festgestellt werden. Ebenso, dass es schwer ist,
aus einer Schuldenfalle wieder heraus zu kommen.
Prävention heißt für unsere Lehrbetriebe
daher auch, „ihren“ Mädchen und Burschen eingehende
Tipps für den richtigen Umgang mit
Geld zu geben.
Wie sehr sich Betriebe für die Sicherheit der Jugendlichen
abseits vom Ausbildungsplatz engagieren,
zeigt ein weiteres Erfolgsmodell aus
Niederösterreich. Wie es in einem Slogan so zutreffend
heißt, Niederösterreich ist ein „weites
Land“. In manchen Regionen meiner Heimat ist
auch für Lehrlinge das Moped oder später das
Auto fast unersetzlich. Damit die Jugendliche
sicher unterwegs sind, ermöglicht ein Waldviertler
Unternehmen seinen Lehrlingen daher die
Absolvierung eines Fahrsicherheitstrainings.
All diese Beispiele zeigen, dass der Einsatz der
Betriebe in der Lehre weit über das geforderte
Maß hinausgeht, sie also weit mehr bieten, als
„nur“ eine Ausbildung. Darauf bin ich stolz.
Gleichzeitig bin ich froh, dass mit dem Fit for
Future Buch dieses Engagement Vielen bekannt
gemacht wird. |