|
Siemens ist seit dem Jahr 1879 in Österreich tätig. Zum
Unternehmen gehören neben Fertigungsstätten eine umfassende
Vertriebsorganisation sowie Tochtergesellschaften und Beteiligungen.
Die Siemens Gruppe beschäftigt über 17.000 Mitarbeiter.
Das Produkt- und Leistungsspektrum des Unternehmens: Telekommunikation,
Software-Entwicklung, Energie-, Verkehrs-, Umwelt- und Medizintechnik,
Anlagenbau.
Best Practice
Die Integration von behinderten Menschen ist bei Siemens Österreich
wesentlicher Bestandteil des Aus-bildungskonzepts. Seit 1996 werden
Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen (Schwerpunkt Hörbehinde-rung)
im Lehrberuf Elektronik (seit 1999, davor Elektromechaniker/in für
Schwachstrom) ausgebildet. Jedes Jahr erhalten seitdem etwa neun
Jugendliche mit der Unterstützung von Gebärdendolmetschern,
Logopäden und Psychologen, die die Gebärdensprache beherrschen,
eine berufliche Ausbildung. Das Herzstück der Projekte
ist der Einsatz von gebärdensprachkundigen Integrationsdolmetschern
für die gesamte Dauer der Ausbildung. Sie übersetzen auch
im Berufsschulunterricht simultan.
Als wir das Projekt Ausbildung von Lehrlingen mit
besonderen Bedürfnissen begonnen haben, war das für
uns alle, inklusive unserer Partner, eine Reise ins Ungewisse. Heute
wissen wir, dass sich diese Reise gelohnt hat und sogar eine besonders
schöne ist. Was mich persönlich sehr berührt hat:
Dass manche unserer Lehrlinge die Gebärdensprache eigens gelernt
haben, um mit ihren hörbehinderten Kollegen besser kommunizieren
zu können. (Mag. Gerhard Hirczi, Leiter der Abteilung
Human Resources bei der Siemens AG Österreich)
Schon der Start des Siemens-Ausbildungsprojektes im Jahr 1996 fand
seinen Niederschlag in der Fachpresse.
|

ABBILDUNG 3: Gebärdensprachkundige
Integrationsdolmetscher:
Ansprechpartner für die hörbehinderten Lehrlinge Quelle:
Ausbildungsjournal Nr. 4/1996
Download
|