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KOTZBECK-LOH:
AUSGEZEICHNET FÜR BESONDERES ENGAGEMENT

Das Unternehmen
Kotzbeck-Loh Ges.m.b.H. & Co KG, rund50 Mitarbeiter, davon 6 Lehrlinge
Ausgebildete Lehrberufe:
Bäcker/in, Konditor/in, Einzelhandel (Schwerpunkt Lebensmittelhandel)
Kontakt: http://www.kotzbeck-loh.baecker.at

Vor dem großen Engagement dieses steirischen Gewerbebetriebes in der Ausbildung von Jugendlichen mit einer weniger guten Startposition kann man nur den Hut ziehen. Es soll im Folgenden kein besonderes Modell oder ein nachahmenswerter Plan vorgestellt werden, sondern ein Einblick gegeben werden, wie sich Jugendliche durch die Unterstützung eines Lehrbetriebes, dem „die Lehrlinge sehr am Herzen liegen“ positiv entwickeln können.

Für seine Leistungen wurde der Betrieb 2003 mit dem Fit for Future Preis für die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher ausgezeichnet.

Best Practice
Alle folgenden Zitate stammen aus der Fit for Future Einsendung 2003 des Unternehmens:

Frau Berger (Name geändert) kam zum Vorstellungsgespräch (neben zwölf anderen Interessenten) mit einem Jahreszeugnis mit zwei Nicht genügend und sechs Genügend. Durch ihre Antworten auf die von uns gestellten Fragen bekam sie die Lehrstelle. Frau Berger hatte im ersten Berufsschuljahr vier Gefährdungen, schaffte drei und machte im Herbst eine Nachprüfung, ebenfalls positiv (durch Unterstützung im Betrieb, gemeinsames Lernen und Erklären, Teilnahme an Seminaren). Im zweiten Berufsschuljahr hatte sie nur mehr zwei Gefährdungen. Sie hat beide positiv erledigt. Ihr Ziel für das dritte Jahr: keine Gefährdung! Ich weiß, dass sie es schafft.

Herr Savic (Name geändert) bekam keine Lehrstelle und ab-solvierte sein erstes Lehrjahr bei Jugend am Werk. Seit dem zweiten Lehrjahr ist er bei uns beschäftigt und konnte auch die zweite Klasse positiv abschließen. Durch die Sprachbarriere kommt es im Unterricht immer wieder zu Schwierigkeiten, die wir aber immer lösen können.

 


BILLA:
ERFOLG MIT INTEGRATIVER BERUFSAUSBILDUNG

Das Unternehmen
BILLA Aktiengesellschaft, rund 15.900 Mitarbeiter, davon 650 Lehrlinge

Ausgebildeter Lehrberuf:
Einzelhandel, Fleischverkauf
Kontakt: http://www.billa.at

Es gibt wohl fast niemanden in Österreich, der BILLA nicht kennt. Das Unternehmen ist einer der beiden „big player“ im heimischen Lebensmittelhandel und auch einer der größten privaten Arbeitgeber. Das BILLA-Firmenmotto zur Lehrlingsausbildung: „Wir wollen jungen engagierten Menschen den Start für eine steile Berufslaufbahn ermöglichen.“ (aus der BILLA Fit for Future Einsendung 2003)

Best Practice
Billa bietet ein tolles Ausbildungsprogramm für Lehrlinge an. Bei der Ausbildung von benachteiligten Burschen und Mädchen setzt BILLA auf die Integrative Berufsausbildung. Die Jugendlichen erwerben entweder in einer verlängerten Lehrzeit einen regulären Lehrabschluss oder eine Teilqualifikation.

Wie eine Teilqualifizierung strukturiert sein kann, erläutert Ausbildungsleiterin Martina Aubke am Beispiel eines Burschen, der eine dreijährige Integrative Berufsausbildung im Einzelhandel absolviert. Der junge Mann werde in einer „relativ ruhigen“ BILLA-Filiale ausgebildet. Er lerne alles über die Bereiche Lagerhaltung und Warenpflege. Einige Ausbildungsbereiche, wie zB Inventurarbeiten oder Kassaführung, fielen dafür komplett weg. Am Ende der Ausbildungszeit könnte er über die erworbenen Qualifikationen eine Abschlussprüfung (Arbeitsprobe) ablegen.

Auch wenn man mit dieser Einstiegsqualifikation kein Filialleiter oder Filialleiter-Stellvertreter werden kann, die Beschäf-tigungschancen sind da“, betont Aubke.

Uneingeschränkte Aufstiegschancen“ gibt es für jene Lehrlinge, die bei BILLA im Rahmen der Integrativen Berufsausbildung eine verlängerte Lehrzeit durchlaufen und mit der regulären Lehrabschlussprüfung abschließen. So absolviert ein Jugendlicher derzeit eine auf vier Jahre verlängerte Lehre im Einzelhandel.