zum Inhaltsvereichnis


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Fit for Future
2000 bis 2004:

Eine ibw Idee wird zur begehrten Auszeichnung
innovativer Berufsausbildung Mag. Josef Wallner, ibw

m Jahr 2000 feierte unser Institut, das ibw (Institut für Bildungs-forschung der Wirtschaft), seinen
 

die Lehrbetriebe setzen. Die Idee zu Fit for Future war somit geboren – ein Wettbewerb, bei dem die Lehrbetriebe zeigen können, was sie in punkto Berufsausbildung der Jugend alles bieten.

Unsere Idee wurde von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit Begeisterung aufgenommen. Im ersten Jahr trat die WKÖ als Hauptsponsor des Wettbewerbes auf und in den folgenden Jahren wurde sie selbst zum Veranstalter von Fit for Future, 2003 erstmals gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA). In allen Jahren blieb das ibw weiterhin für Konzeption und Organisation des Wettbewerbs verantwortlich.

Doch nochmals zurück zum Start: Jeder Wettbewerb braucht ein Motto. Wir entschlossen uns, den ersten Fit for Future Wettbewerb (wir waren zuversichtlich, dass weitere folgen) unter den Titel „Innovative Lehrlingsausbildung in jungen Unternehmen“ zu stellen. Einerseits konnten wir so auf die Gründerwelle und die mit ihr verbundenen kreativen Unternehmensideen aufmerksam machen, andererseits wollten wir zeigen, dass auch neue Unternehmen mit großem Engagement in die Ausbildung der Mädchen und Burschen einsteigen. Mit den eingereichten Cases of good Practice wollten wir natürlich auch weitere junge Unternehmen motivieren, den eigenen Fachkräftenachwuchs selbst auszubilden. Ein Thema, das auch die Junge Wirtschaft Österreich und die Junge Industrie zur Unterstützung von Fit for Future motivierte.

Mit der Bank Austria Creditanstalt, Libro und McDonald’s Östereich konnten wir auch namhafte Betriebe als Sponsoren der Fit for Future Preise gewinnen. Nicht vergessen wollten wir auch auf die zweite Säule der dualen Berufsausbildung, die Berufsschulen. Es freute uns daher, die Berufsschule Neunkirchen als Partner, der für Design und Herstellung der Fit for Future Sieger-Medaillen verantwortlich zeichnete, gewinnen zu können.

25. Geburtstag. Runde Geburtstage werden auch bei einem wissenschaftlichen Institut zum Anlass genommen, Rückschau zu halten und sich Ziele für die nächsten Jahre zu setzen. Nach außenhin will ein Institut aber auch auf Erfolge geleisteter Arbeit aufmerksam machen und neue Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. So war es auch für unseren Jubiläumsevent 2000 geplant. Aber: Die große Stärke des ibw liegt darin, dass es mehr ist als ein international anerkanntes Forschungsinstitut. Mit unserem forschungs- und praxisgeleiteten Entwicklungsbereich haben wir uns ein in seiner Zusammensetzung und seinen Synergiepotenzialen einzigartiges Tätigkeitsfeld erschlossen. Das Spektrum der Arbeiten reicht von der Entwicklung innovativer Ansätze in der Berufsorientierung und -information (zB Berufsinformationscomputer BIC, der für die Wirtschaftskammern Österreichs betreut wird) über die Entwicklung neuer Lehrberufe, das Erstellen von Prüfungs- und Wettbewerbsbeispielen für zahlreiche Berufe, die Erstellung von Skripten für Lehrlinge, von Ausbildungshilfen für Betriebe und Medienpaketen für Lehrer bis zu wichtigen Produkten an der Schnittstelle von Forschung und Entwicklung, wie das AMS-Qualifikations-Barometer oder zahlreiche EU-Projekte.

Aus unserer Entwicklungsarbeit wissen wir daher bestens Bescheid, mit welch hoher Motivation, großem Verantwortungsbewusstsein und innovativen Ausbildungsprogrammen Österreichs Betriebe Mädchen und Burschen in einem Beruf ausbilden. Aber weiß das auch die breite Öffentlichkeit? Neue Herausforderungen für die Lehre und ihre mediale Darstellung verdrängen oft die beachtenswerte Tatsache, dass die Unternehmen rund 40 % der Jugendlichen eines Altersjahrganges ein berufliches Fundament bieten. Bei unserem 25-Jahr-Jubiläum wollten wir als Entwicklungsbereich am ibw daher ein starkes positives Signal für die Lehre und insbesondere für

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Apropos Sieger: Bei jedem Wettbewerb muss es Gewinner geben, das spornt an, motiviert zum Mitmachen und sorgt für die nötige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Hauptziel von Fit for Future war es aber immer, die Breite an Ausbildungsaktivitäten in den heimischen Betrieben zu zeigen. Unserer Meinung nach hätte daher seit 2000 jeder der einreichenden Betriebe einen Preis verdient. Dieser Gedanke war mit ein Grund dafür, dass es in der ersten vier Jahren keine Rangordnung bei den von der Jury ausgewählten Fit for Future Preisträgern gab. Am 18. November 2000 war es soweit: Im WIFI Wien wurden die ersten Fit for Future Preisträger ausgezeichnet. Die Gewinner msg systeme GmbH, Bull´s Gym Fitnesscenter Plank GmbH & CO KEG, Schrack BusinessCom AG (jetzt Kapsch BusinessCom), Hair-One Friseur und Friseur-studio Elite GmbH freuten sich über die Anerkennung ihrer Lehrlingsausbildung. Und wir waren froh, mit unserer Idee einen Erfolg gelandet zu haben, der in den nächsten Jahren seine Fortsetzung fand.

Von 2001 bis 2003 stellten wir den Wettbewerb jedes Jahr unter ein anderes Motto:

In all diesen Jahren ist Fit for Future kontinuierlich gewachsen, sowohl was die Teilnehmerzahl als auch das Interesse von Medien, Betrieben und Ausbildern anlangt. Fit for Future wurde zu einer begehrten Auszeichnung der österreichischen Wirtschaft für die ausbildenden Betriebe. Der vorläufige Höhepunkt wurde 2004 erreicht, als der Wettbewerb erstmals gemeinsam von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet wurde, das von den beiden gestiftete Preisgeld 10.000 Euro betrug und die Kronen Zeitung als Medienpartner gewonnen werden konnte. Mit dem Wettbewerbsmotto „Österreichs beste Lehr-betriebe“ wurden die Einsendungen seit der erstmaligen Veranstaltung des Bewerbes um nahezu das Fünffache gesteigert.

Sie erreichten mit 140 Teilnehmern eine beachtliche Marke. Die hohe Qualität aller Einsendungen machte es der Jury unter Vorsitz von Sacher-Chefin Dkfm. Elisabeth Gürtler nicht

 

schlußendlich die drei Siegerunternehmen Fetzcolor Fetzmalerei GmbH, Mercedes Benz Georg Pappas Automobil AG und Collini GmbH auszuwählen. Daher wurde zusätzlich auch ein Anerkennungspreis, gestiftet vom WIFI Österreich (für Hilti AG), vergeben.

Spätestens seit dem Wettbewerb 2004 und dem genauen Durchsehen der vielen ausgezeichneten Einreichungen, zusammengestellt mit so viel Begeisterung für die Lehre, war uns klar: Dieser Schatz gehört gehoben und einer breiten Öffentlichkeit gezeigt.

Auch Wirtschaftsministerium und Wirtschafts-kammer Österreich konnten für diese Idee gewonnen werden und beauftragten das ibw mit der Konzeption und Erstellung des großen Fit for Future Buches, das Sie nun in Händen halten.

Es würde den Rahmen der Einleitung sprengen, an dieser Stelle all jenen zu danken, die zum Zustandekommen von Wettbewerben und Buch beigetragen haben. Sie alle sind in der Zusammenschau am Ende der Publikation angeführt. Hier gilt unser Dank jedenfalls dem Wirtschaftsministerium und der Wirtschafts-kammer Österreich, die Fit for Future erst ermöglicht haben, den mehreren hundert teilnehmenden Lehrbetrieben und Ausbildern, unseren Partnern und Sponsoren aus der Wirtschaft, die jedes Jahr den Wettbewerb gerne unterstützt haben, den Jurymitgliedern, darunter der Regierungsbeauftragte für Lehrlingsfragen und Jugendbeschäftigung Komm.-R. Egon Blum, Dkfm. Elisabeth Gürtler sowie die Bildungsexpertinnen von Kronen Zeitung und Kurier, Mag. Julia Kistner und Mag. Daniela Davidovits.

Und so schließt sich auch für uns am ibw der Kreis: Zu unserem 25-jährigen Bestehen wurde die Fit for Future Idee geboren und zu unserem 30. Geburtstag durften wir das große Fit for Future Buch gestalten. Nächstes Jahr hoffen wir, unter einem neuen Motto in einem neuen Wettbewerb wieder zeigen zu dürfen, dass unsere Lehrbetriebe und Lehrlinge Fit for Future sind.